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Treasuries: Unsicherheit über künftigen Kurs der Fed

US-Treasuries standen in den letzten Wochen weiterhin stark unter dem Einfluss der Inflationsentwicklung. Einer recht moderaten Kerninflation steht weiterhin eine Headline-Inflation gegenüber, die in den kommenden Monaten durchaus auf deutlich über 5% steigen könnte. Allenfalls eine schnelle und kräftige Entspannung beim Ölpreis würde hier Unterstützung bringen.

Andererseits könnten davon auch Aktien und andere riskante Assets sowie die Konjunktur insgesamt profitieren und dies dürfte wiederum die Staatsanleihen belasten. Somit scheint der Treasury-Markt aktuell in einer sehr unattraktiven Position zu sein. RCM geht jedoch davon aus, dass die Rendite für 10jährige US-Anleihen innerhalb einer Bandbreite verbleibt, deren obere Begrenzung bei 4,25% liegt. Für die Kerninflation in den USA wird für 2008 ein Wert von 2,2% erwartet.

Von den zwischenzeitlich eingepreisten 6 Zinsanhebungen bis Ende 2009 sind drei bereits wieder ausgepreist worden. RCM sieht auch diese weiterhin als eher unwahrscheinlich an und geht maximal von einer einzigen Zinsanhebung im Jahresverlauf aus.

Japan: Konjunktur noch stabil, aber mit deutlichen Schwächezeichen

Das Wachstum für das 1. Quartal 2008 lag mit 1,0 % p.q. (annualisiert 4,0 %) über der Markterwartung. Die wichtigsten Wachstumstreiber waren der Außenhandel (wiederholt) und der Privatkonsum (überraschenderweise). Die Kapitalausgaben der Unternehmen waren, wie erwartet, rückläufig. Für das laufende Jahr bleiben die Wachstumsaussichten Japans aufgrund des unsicher gewordenen globalen Konjunkturausblicks eingetrübt. Bisher blieb der befürchtete Rückgang auf Grund der Finanzmarktturbulenzen jedoch aus. RCMs BIP-Erwartung für 2008 liegt bei 1,2 %, unter der Schätzung der BoJ von 1,5%.

Die für Mai veröffentlichten Verbraucherpreiszahlen entsprachen mit +1,3 % yoy den Erwartungen des Marktes, sind aber der höchste Wert seit März 1998. Aufgrund der hohen Nahrungsmittel- und Energiepreise werden die Verbraucherpreiszahlen mittelfristig weiterhin im deutlich positiven Bereich verharren. Die Inflation wird durch Kosten getrieben. Durch die schlechten Konjunkturaussichten sollte es zu keinem zusätzlichen Inflationsdruck kommen. Angesichts der deutlichen Handelsverflechtungen mit anderen asiatischen Ländern und den dort stark steigenden Inflationsraten (China, Indien usw.), muss die weitere Entwicklung genau beobachtet werden.

Seit Jahresanfang zeigten sich die Renditen der 10jährigen JGBs sehr volatil und lagen Ende Juni mit 1,601 über den Niveaus vom Jahresbeginn. Im Laufe des Junis wurde ein neues Jahreshoch (1,887) erreicht, bevor es zu einer deutlichen Korrektur kam. Die Zinskurve hat sich seit Jahresbeginn – vor allem ab einer Laufzeit von 1 Jahr – nach oben verschoben.

 

Quelle: Raiffeisen KAG / Angaben ohne Gewähr .

 

 

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